Hl. Sebastian (20.01.) - Autenhausen
Geschichte
Sebastian (griech. / latein.: = der Verehrung Würdige) war nach einer Legende Offizier der kaiserlichen Leibgarde, der dort ungeachtet des Verbotes seinen christlichen Glauben weiter bekannte und viele zum Christentum bekehrte. Seine Stellung erlaubte ihm, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen, ihnen Mut zuzusprechen und immer weitere Römer zu bekehren. Als der römische Diokletian (4. Jahrhundert) von Sebastians Glauben erfuhr, ließ er ihn an einen Baum binden und von Bogenschützen erschießen. Er wurde jedoch von den Pfeilen nicht getötet. Eine Christin namens Irene hat Sebastian gesund gepflegt. Als er sich wieder erholt hatte, trat er dem erstaunten Kaiser öffentlich entgegen, um ihm die grausame Sinnlosigkeit seiner Verfolgungen vorzuhalten. Diokletian ließ ihn daraufhin zu Tode prügeln und die Leiche in die große Kloake werfen (um 303). Weil der Pfeil als Symbol plötzlicher Krankheit galt, wird der hl. Sebastian seit Jahrhunderten als Schutzpatron gegen Pest und jähem Tod verehrt.
Verehrung
Die Verehrung des Hl. Sebastian in Rom ist schon im 4. Jahrhundert nachgewiesen. Im Jahr 680 soll in Rom eine Pestepidemie erloschen sein, nachdem man seine Reliquien durch die Straßen trug. Außerdem ist bekannt, dass man in Pestzeiten zum Schutz gegen die Seuche sog. "Sebastianspfeile" trug.
Darstellung
Sebastian ist oft als jugendlicher Held zusammen mit den Pfeilen zu sehen.
Patron
der Gärtner, Häcker, Schützen, Kreuzritter, Zinngießern, Tapezierer, Steinmetze und Bürstenbinder, außerdem Brunnen- und Viehheiliger.