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Rothenberg "St. Laurentius"

Rothenberg war schon um 1300 Besitz des Klosteramtes Tambach. Damals dürfte die Kirche schon als Steinbau bestanden haben. Diese Annahme deckt sich auch mit den frühgotischen Bau-elementen die der Turm in seinen beiden unteren Stockwerken aufweist.

Aus der Zeit vor dem30 jährigen Krieg sind keine Urkunden über die Kirche von Rothenberg erhalten geblieben. Aber 1669 berichtet der damalige Pfarrer Heinrich Pinneck von Seßlach an die geistlichen Räte in Würzburg über den Zustand der Kirche: " .... Diese Kirch ist 50 Schuh lang und 24 Schuh breit, hat drei Altäre, gegen Osten gepflanzt, kein Orgelwerk ist allda. ..... Der Turm zwei Stockwerke von Steinen und das obere von Holtz gemacht, worin 2 Glocken und mit Ziegeln bedacht, zu ersehen. ....“ Das 3. Stockwerk des Turms war damals noch Fachwerk und lief in einer Spitze aus, wie noch heute bei allen Kirchen der Pfarrei Seßlach. Schon 1687 wurde dann nach Würzburg berichtet, dass die Kirche .. ex toto .. ruinös sei. 1731 musste sie dann wegen Einsturzgefahr für jeden Gottesdienst gesperrt werden. 1741 konnte der Grundstein zur Erneuerung der Kirche gelegt werden

Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde die gesamte Nordwand und Teile der südlichen Giebel-wand von Grund auf neu errichtet. Die Kirche bekam ein neues Dach und eine Empore. Auf Kos-ten der Gemeinde Rothenberg bekam der Turm zwei neue Stockwerke aus Stein sowie, dem Baustil der Zeit ( Barock) entsprechend, ein Kuppeldach. Die Kirche ist dem Hl. Laurentius geweiht. Im linken Seitenaltar ist der Hl. Wendelin dargestellt, der rechte ist ein Muttergottesaltar mit gedrehten Säulen. Nach dem Abschluss der baulichen Maßnahmen erhielt die Kirche im Jahre 1746 ihre erste Orgel.

Die nächsten Jahrhunderte waren geprägt vom Bemühen der Rothenberger ihre Kirche zu erhalten. So wurde die Kirche immer wieder renoviert und dabei ihr Aussehen dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst. Die letzte Innenrenovierung war im Jahr 2002.

 
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