Kaltenbrunner Kirche

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Kaltenbrunn

Geschichte der Kirche

  • Das Datum der Gründung der ältesten Kapelle, die ursprünglich zu Pfarrweisach und später zu Ebern gehörte, ist nicht überliefert.
  • 1439 wird Kaltenbrunn Teil der neu gebildeten Adelspfarrei Untermerzbach.
  • 1534 werden Kaltenbrunn und Untermerzbach evangelisch.
  • 1675 nach der Rückkehr der Grafen Rottenhan zur katholischen Kirche wird den Katholiken die Kapelle in Kaltenbrunn zuerkannt.
  • 1686 treten die Herren von Rotenhan zu Untermerzbach die Pfarrei an den Bischof von Würzburg ab.
  • 1691 wird der Seelsorgebezirk Kaltenbrunn-Untermerzbach zur selbständigen Pfarrei mit Sitz in Kaltenbrunn erhoben.
  • 1739 Johann Jakob Küchel zeichnet Pläne für einen Neubau, in den das ältere Mauerwerk einbezogen wird. Wenig später entwirft Justus H. Dientzenhofer aus Bamberg eine neue Kirche.
  • 1745 wird die spätgotische Kirche abgebrochen.
  • 1746 wird der bestehende Bau in Anlehnung an die Pläne Küchels von Thomas Harra, Maurer- und Steinmetzmeister aus Ebern, begonnen. Nach Harras Tod 1749 wurde der Bau durch Johann Tanzer, ebenfalls ein Eberner Maurermeister, vollendet. Der Hochaltar mit einem Rokokotabernakel ist freistehend - Die im Mai 2002 in der Turmkugel gefundenen Dokumente bezeugen vier Restaurierungen. -
  • 1810 kommt die Pfarrei vom Bistum Würzburg zur Bamberger Diözese. –
  • 1882 wurde das Kirchendach neu gedeckt.
  • 1924 lässt Pfarrer Leonhard Wallner die Kirche renovieren.
  • 1937 wird das Gotteshaus erneuert durch Georg Paulus, Pfarrverweser von St. Wolfgang.
  • 1965/66 erfolgt eine eingreifende Renovierung des Innenraumes und Außeninstandsetzung durch Geistlicher Rat Pfarrer Georg Paulus.
  • Die letzte Restaurierung fand 2002 statt: Das Dach wurde mit spanischem Schiefer eingedeckt, die Fenster erneuert, der Innenraum gestrichen und die Außenmauer neu gestrichen. Die Madonna in der Nische wurde restauriert.

Ausstattung der Kirche

Die reichausgestaltete barocke Kanzel ist mit Mose und den vier Evangelisten besetzt. Rechter Nebenaltar dem Heiligen Nepomuk geweiht. Die Altartafel ist flankiert von den Statuen des Heiligen Karl Borromäus aus Mailand und dem eher unbekannten Heiligen Aquilin, einem Würzburger Priester, der im 11. Jahrhundert auf der Reise nach Rom von Irrlehrern erstochen worden ist. Sein Grab befindet sich in Mailand in der Kirche San Lorenzo Maggiore. Von dort wurden Reliquien 1705 und 1854 nach Würzburg überführt. Die Verehrung von Aquilinus ist in Mailand seit etwa 1400 nachgewiesen. Er ist dargestellt als Priester im Büßergewand, mit Buch und Schwert. Er ist Patron der Mailänder Gepäckträger.

Die Evangelische Kirche Untermerzbach ist zum ersten Mal 1225 erwähnt. 1534 wird sie evangelisch und seit 1691 simultan genutzt. Der Seitenaltar hat ein Ölbild von der Aufnahme Marias in den Himmel; seitlich befindet sich auch noch eine gotische Madonna.

 
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