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(von links) Der neue Organist Florian Ruppert, Heinrich Paul als Vertreter des Kirchenvorstands, Jubilarin Kunigunde Kellner, Pfarrer Stefan Fleischmann, Mesner Rudolf Heinlein und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marina Beck.

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Originale in unserer Pfarrei

Diese Seite gibt es aus Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber Ehrenamtlichen, die sich in unserer Pfarrei über Jahrzehnte hinweg engagiert haben.

1. Kunigunde Kellner (langjährige Organistin) - Verabschiedung im Jan./Febr. 2009

Autenhausen. Nach 66 Dienstjahren wurde am Mittwoch die Organistin Kunigunde Kellner mit einem Dankgottesdienst in der Kirche Sankt Sebastian in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

„Kunni“, wie sie seit ihrer Jugend genannt wird, erlernte die Kunst des Orgelspiels bei Professor Doktor Wilfried Dotzauer. Dieser unterrichtete in Bamberg und es war für sie eine halbe Weltreise mit dem Zug. Kunni hat heute noch keinen Führerschein, genoss jedoch in den Lehrjahren, viele nette Menschen im Zug kennzulernen.

Pastoralassistent Harald Ulbrich erstellte eine Statistik, die beeindruckend wirkt. 26 Dienste im Quartal ergeben 104 Dienste im Jahr. In Kunnis Kirchengemeindewirken kamen insgesamt 6864 Dienste zusammen. Letztendlich waren es 13546 Dienste, da früher mehrere Gottesdienste abgehalten wurden. Bei durchschnittlich fünf Liedern pro Gottesdienst wurden 3386500 Noten in Töne umgesetzt. Dabei sind die Übungen nicht mitgerechnet.

Der Nachfolger, Florian Ruppert, gab am Dankgottesdienst sein Debüt. Kunni war mit seinem Können zufrieden und ist froh, dass sie endlich sich durchrang, den Sonntagsstress der Vergangenheit angehören zu lassen.

Bei einem Gläschen Abschiedssekt erzählte die etwa 1,60 Meter große Kunni unserer Zeitung aus ihrem Leben. Sie wirkt nach wie vor vital, liebt ihr häusliches Harmonium, auf dem sie das Orgelspiel erlernte, sowie die Hammondorgel, um nicht „einzurosten“. Positive Erlebnisse hatte sie immer dann, wenn die Gottesdienstbegleitung klappte. Konzertante Aufführungen waren nicht ihr Metier. Schlimme Erfahrungen hatte sie mit piepsenden Orgelpfeifen, da dieser Mangel durch die Organistin nicht ausgeglichen werden kann.

Orgelspieler werden auch einmal krank oder gehen in Urlaub. Kunni hat sich vor Vertretungen in der Region nicht gedrückt und diese Stunden sind in der Statistik nicht berücksichtigt. Auf die Frage, wie man auf einer fremden Orgel spielen kann, verriet Kunni ihr Geheimnis: „Erst mal ängstlich, dann läuft es“.

„Ich weiß nicht, wie schnell die Zeit verflog“, resümierte Kunni. „Was ich konnte, habe ich gemacht“, schätzte sich die Organistin bescheiden ein. Bei ihrer Verabschiedung sei sie aufgeregter gewesen als beim Besuch des Bischofs. Kunni hadert etwas mit der Autenhausener Orgel. Sie hat nur ein Manual und es falle schwer, entsprechende Liedstellen besonders hervorzuheben.

Pfarrer Stefan Fleischmann und der Autenhausener Kirchenvorstand wünschten der Orgelrentnerin viele weitere glückliche Jahre auf Erden.

 
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